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31

Dezember

Standort: Kehl
Der Offenburger Schornsteinfegermeister besuchte an Silvester das Seniorenzentrum am Wasserturm, um mit den Bewohnern auf das neue Jahr anzustoßen Von Jürgen Lorey Kehl. „Guten Morgen, ich bin der Kaminkehrer der Stadt Kehl.“ Für große Augen und Raunen sorgte Schornsteinfegermeister Mario Gaß, als er am Silvestervormittag im Seniorenzentrum am Wasserturm beim Gedächtnistraining auftauchte.
Gaß trug das traditionelle schwarze Fegermeistergewand mit polierten Goldknöpfen, dazu ein weißes Halstuch und einen Zylinder auf dem Kopf. Gaß, in dessen Kehler Kehrbezirk Kronenhof/Schneeflären auch das Seniorenzentrum am Wasserturm liegt, war gekommen, um den Bewohnern Glück fürs neue Jahr zu wünschen und darauf anzustoßen. Gaß war bereits im vergangenen Jahr als Überraschungsgast beim Gedächtnistraining erschienen, dieses Mal war sein Besuch vorher angekündigt. Vor dem Anstoßen las Gaß die Geschichte „Das Glück und das neue Jahr“ von Kinderbuchautorin Elke Bräunling vor. Darin sucht das kleine Glück am letzten Tag des Jahres nach Menschen, die es wirklich zu schätzen wissen. Ob bei Kindern, die Schnee ersehnen, oder beim Schornsteinfeger hoch oben auf dem Dach – Glück zeigt sich, so die Moral der Geschichte, oft unerwartet. Glück im Unglück hatte am Silvestermorgen auch Schornsteinfegermeister Mario Gaß, wie er den Bewohnern erzählte.

Sein Auto, mit dem er nach Kehl ins Seniorenzentrum fahren wollte, war platt. Zum Glück habe er das Auto seines Schwagers ausleihen können. Gaß erzählte den Bewohnern außerdem über die Geschichte des Schornsteinfegerberufes. Diese gebe es weltweit überall da, wo geheizt wird. Man nimmt an, dass der Ursprung des Schornsteinfegerhandwerks vor über 500 Jahren in Italien zu suchen ist und mit der Entwicklung des Schornsteins einherging. Aus diesem Grund findet seit 1982 immer am ersten Septemberwochenende in Santa Maria Maggiore im Piemont in Norditalien ein internationales Schornsteinfegertreffen statt. Jedes Jahr nehmen mehrere Tausend Teilnehmer aus der ganzen Welt daran teil, etwa aus Japan, USA, Irland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Estland, Österreich, Deutschland, Italien, Dänemark, Polen und Russland. Die deutschen Schornsteinfeger stellen dabei mit Abstand die größte Gruppe.

Höhepunkt des Schornsteinfegerfestivals ist der Umzug am Sonntag, bei dem die Schornsteinfeger in Arbeitskleidung und mit ihren Gerätschaften durch die Straßen von Sana Maria Maggiore ziehen. Mit alkoholfreiem Sekt, Orangensaft und Partystangen stieß Schornsteinfeger Gaß mit den Bewohnern auf das neue Jahr an und verteilte an die beim Gedächtnistraining anwesenden Bewohner sowie anschließend in den Wohnbereichen kleinen silberne Schornsteinfeger und kleine goldene Deko-Hufeisen als Glücksbringer. Für die Bewohner ein schönes Zeichen, dass das neue Jahr kommen kann.
Schornsteinfeger im schwarzen Zylinder steht neben einer Mitarbeiterin mit Mikrofon im Seniorenzentrum.
Schornsteinfeger im schwarzen Zylinder steht neben einer Mitarbeiterin mit Mikrofon im Seniorenzentrum.

31

Dezember

Silvester mit Kaminkehrer Mario Gaß

Der Offenburger Schornsteinfegermeister besuchte an Silvester das Seniorenzentrum am Wasserturm, um mit den Bewohnern auf das neue Jahr anzustoßen Von Jürgen Lorey Kehl. „Guten Morgen, ich bin der Kaminkehrer der Stadt Kehl.“ Für große Augen und Raunen sorgte Schornsteinfegermeister Mario Gaß, als er am Silvestervormittag im Seniorenzentrum am Wasserturm beim Gedächtnistraining auftauchte.
Gaß trug das traditionelle schwarze Fegermeistergewand mit polierten Goldknöpfen, dazu ein weißes Halstuch und einen Zylinder auf dem Kopf. Gaß, in dessen Kehler Kehrbezirk Kronenhof/Schneeflären auch das Seniorenzentrum am Wasserturm liegt, war gekommen, um den Bewohnern Glück fürs neue Jahr zu wünschen und darauf anzustoßen. Gaß war bereits im vergangenen Jahr als Überraschungsgast beim Gedächtnistraining erschienen, dieses Mal war sein Besuch vorher angekündigt. Vor dem Anstoßen las Gaß die Geschichte „Das Glück und das neue Jahr“ von Kinderbuchautorin Elke Bräunling vor. Darin sucht das kleine Glück am letzten Tag des Jahres nach Menschen, die es wirklich zu schätzen wissen. Ob bei Kindern, die Schnee ersehnen, oder beim Schornsteinfeger hoch oben auf dem Dach – Glück zeigt sich, so die Moral der Geschichte, oft unerwartet. Glück im Unglück hatte am Silvestermorgen auch Schornsteinfegermeister Mario Gaß, wie er den Bewohnern erzählte.

Sein Auto, mit dem er nach Kehl ins Seniorenzentrum fahren wollte, war platt. Zum Glück habe er das Auto seines Schwagers ausleihen können. Gaß erzählte den Bewohnern außerdem über die Geschichte des Schornsteinfegerberufes. Diese gebe es weltweit überall da, wo geheizt wird. Man nimmt an, dass der Ursprung des Schornsteinfegerhandwerks vor über 500 Jahren in Italien zu suchen ist und mit der Entwicklung des Schornsteins einherging. Aus diesem Grund findet seit 1982 immer am ersten Septemberwochenende in Santa Maria Maggiore im Piemont in Norditalien ein internationales Schornsteinfegertreffen statt. Jedes Jahr nehmen mehrere Tausend Teilnehmer aus der ganzen Welt daran teil, etwa aus Japan, USA, Irland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Estland, Österreich, Deutschland, Italien, Dänemark, Polen und Russland. Die deutschen Schornsteinfeger stellen dabei mit Abstand die größte Gruppe.

Höhepunkt des Schornsteinfegerfestivals ist der Umzug am Sonntag, bei dem die Schornsteinfeger in Arbeitskleidung und mit ihren Gerätschaften durch die Straßen von Sana Maria Maggiore ziehen. Mit alkoholfreiem Sekt, Orangensaft und Partystangen stieß Schornsteinfeger Gaß mit den Bewohnern auf das neue Jahr an und verteilte an die beim Gedächtnistraining anwesenden Bewohner sowie anschließend in den Wohnbereichen kleinen silberne Schornsteinfeger und kleine goldene Deko-Hufeisen als Glücksbringer. Für die Bewohner ein schönes Zeichen, dass das neue Jahr kommen kann.

30

Dezember

Standort: Kehl
Bethlehem ist überall – Unter diesem Thema wurden die Bewohner mit ihren Angehörigen des Seniorenzentrums am Wasserturm durch ein weihnachtliches Liedersingen verzaubert.

Das Betreuungsteam hatte gemeinsam mit Sängern des ehemaligen Gesangvereins Kehl-Sundheim zu diesem Liedersingen eingeladen. Zahlreiche Bewohner wie auch Angehörige waren dieser Einladung gefolgt. Die vielfältige Weihnachtsdekoration mit dem bunt geschmückten Christbaum ließen den Wohnbereich im Erdgeschoss in einem besonders weihnachtlichen Ambiente erstrahlen.

Das Programm gestaltete sich sehr abwechslungsreich: Es wurden traditionelle Weihnachtslieder wie „Alle Jahre wieder, Aber heidschi bum beidschi, Still weil`s Kindlein schlafen will, Ihr Kinderlein kommet“ u.a. mit allen Anwesenden gemeinsam gesungen. Diese begleiteten Elisabeth Fus am Klavier sowie Betreuungsleitung Lucia Ehret-Benz mit der Gitarre.

Die Sänger des ehemaligen Gesangsvereins Sundheim präsentierten sich mit ihren unisono gesungenen Weihnachtsliedern „Macht hoch die Tür“ und „Leise rieselt der Schnee“ in einer ganz besonderen Art und Weise. Hierbei begleitete Ernst Fus, ehemaliger Vorstand des Gesangvereins Sundheim, mit seiner „Steirischen Harmonika“ in seiner eigenen Interpretation. Ein sehr eindrucksvoller und musikalischer Klangraum wurde den Gästen mit der alten Liedweise „Es wird schon gleich dunkel“ geboten: Lucia Ehret-Benz sang dieses Lied mit ihrer einfühlsamen und warmen Stimme, Ernst Fus begleitete sie sehr eindrucksvoll auf seiner Steirischen Harmonika.

Doch nicht nur musikalische Weisen standen an diesem Weihnachtsnachmittag auf dem Programm. Zwei der Sänger, Johannes Huber und Frieder Hörterer entführten mit ihren vorgetragenen Weihnachtsgeschichten in emotionaler Weise die Gäste in eine wundersame Weihnachtswelt. Hierbei standen das Licht der vier Kerzen mit ihrer wichtigen Bedeutung: „Friede, Glaube, Liebe und Hoffnung“ sowie das kleine Weihnachtslicht, welches ein armer Hirtenjunge dem Jesuskind schenkte und zum allerschönsten Geschenk wurde, im Mittelpunkt. „Das Licht von Betlehem“, es schenkt Wärme, Freude und Geborgenheit.

Mit berührenden und ausdrucksvollen Schlussgedanken „Bethlehem ist überall“ bedankte sich Lucia Ehret-Benz bei allen Anwesenden und aktiv Mitwirkenden. Sie alle haben zu einem besonderen Gelingen dieses Nachmittages beitrage. Des Weiteren bedankte sie sich bei allen für das wunderbare Miteinander das ganze Jahr hindurch, sei es das Betreuungsteam, das Pflege- und Hauswirtschaftspersonal, die Schüler des Demenzprojektes, Heide Hilzinger mit Werner Unger für das Klassikprojekt, das Ehepaar Elisabeth und Ernst Fus sowie die Sänger, die mittlerweile zum festen Bestand der „Wasserturmlerchen“ geworden sind.

Mit den gemeinsam gesungenen Liedern „Süßer die Glocken nie klingen“ und „O du fröhliche“ nahm der weihnachtliche Liedernachmittag mit einer großen Begeisterung seinen Ausklang.

Ein Weihnachtsnachmittag, der im Zauber von wunderbaren, musikalischen, besinnlichen und emotionalen Momenten stand und die Herzen aller Anwesenden tief berührte.

Von Lucia Ehret-Benz
Eine Gruppe Männer singt gemeinsam Weihnachtslieder vor den Bewohnern des Seniorenzentrums, begleitet vom Klavier.
Eine Gruppe Männer singt gemeinsam Weihnachtslieder vor den Bewohnern des Seniorenzentrums, begleitet vom Klavier.

30

Dezember

Weihnachtssingen am Wassertum

Bethlehem ist überall – Unter diesem Thema wurden die Bewohner mit ihren Angehörigen des Seniorenzentrums am Wasserturm durch ein weihnachtliches Liedersingen verzaubert.

Das Betreuungsteam hatte gemeinsam mit Sängern des ehemaligen Gesangvereins Kehl-Sundheim zu diesem Liedersingen eingeladen. Zahlreiche Bewohner wie auch Angehörige waren dieser Einladung gefolgt. Die vielfältige Weihnachtsdekoration mit dem bunt geschmückten Christbaum ließen den Wohnbereich im Erdgeschoss in einem besonders weihnachtlichen Ambiente erstrahlen.

Das Programm gestaltete sich sehr abwechslungsreich: Es wurden traditionelle Weihnachtslieder wie „Alle Jahre wieder, Aber heidschi bum beidschi, Still weil`s Kindlein schlafen will, Ihr Kinderlein kommet“ u.a. mit allen Anwesenden gemeinsam gesungen. Diese begleiteten Elisabeth Fus am Klavier sowie Betreuungsleitung Lucia Ehret-Benz mit der Gitarre.

Die Sänger des ehemaligen Gesangsvereins Sundheim präsentierten sich mit ihren unisono gesungenen Weihnachtsliedern „Macht hoch die Tür“ und „Leise rieselt der Schnee“ in einer ganz besonderen Art und Weise. Hierbei begleitete Ernst Fus, ehemaliger Vorstand des Gesangvereins Sundheim, mit seiner „Steirischen Harmonika“ in seiner eigenen Interpretation. Ein sehr eindrucksvoller und musikalischer Klangraum wurde den Gästen mit der alten Liedweise „Es wird schon gleich dunkel“ geboten: Lucia Ehret-Benz sang dieses Lied mit ihrer einfühlsamen und warmen Stimme, Ernst Fus begleitete sie sehr eindrucksvoll auf seiner Steirischen Harmonika.

Doch nicht nur musikalische Weisen standen an diesem Weihnachtsnachmittag auf dem Programm. Zwei der Sänger, Johannes Huber und Frieder Hörterer entführten mit ihren vorgetragenen Weihnachtsgeschichten in emotionaler Weise die Gäste in eine wundersame Weihnachtswelt. Hierbei standen das Licht der vier Kerzen mit ihrer wichtigen Bedeutung: „Friede, Glaube, Liebe und Hoffnung“ sowie das kleine Weihnachtslicht, welches ein armer Hirtenjunge dem Jesuskind schenkte und zum allerschönsten Geschenk wurde, im Mittelpunkt. „Das Licht von Betlehem“, es schenkt Wärme, Freude und Geborgenheit.

Mit berührenden und ausdrucksvollen Schlussgedanken „Bethlehem ist überall“ bedankte sich Lucia Ehret-Benz bei allen Anwesenden und aktiv Mitwirkenden. Sie alle haben zu einem besonderen Gelingen dieses Nachmittages beitrage. Des Weiteren bedankte sie sich bei allen für das wunderbare Miteinander das ganze Jahr hindurch, sei es das Betreuungsteam, das Pflege- und Hauswirtschaftspersonal, die Schüler des Demenzprojektes, Heide Hilzinger mit Werner Unger für das Klassikprojekt, das Ehepaar Elisabeth und Ernst Fus sowie die Sänger, die mittlerweile zum festen Bestand der „Wasserturmlerchen“ geworden sind.

Mit den gemeinsam gesungenen Liedern „Süßer die Glocken nie klingen“ und „O du fröhliche“ nahm der weihnachtliche Liedernachmittag mit einer großen Begeisterung seinen Ausklang.

Ein Weihnachtsnachmittag, der im Zauber von wunderbaren, musikalischen, besinnlichen und emotionalen Momenten stand und die Herzen aller Anwesenden tief berührte.

Von Lucia Ehret-Benz

29

Dezember

Standort: Bad Peterstal
Aus Sorge um die Mutter, die bei ihrer Geburt am 29. Dezember 1925 beinahe verblutet wäre, erzählt Elisabeth Huber, geborene Sehlinger, bis heute schmunzelnd, sie habe man damals achtlos auf das Nachbarbett gelegt, um sich ganz der Wöchnerin zu widmen. „Es war ein bitterkalter Wintertag. Aber ich habe wohl so laut geschrien, dass ich warm geblieben bin“, lacht sie dann. Vielleicht war es ein frühes Vorzeichen jener außergewöhnlichen Resilienz, die ihr gesamtes Leben prägen sollte.

93 Jahre alt wurde ihre Mutter Paula Herrmann, die den Vater Franz Sehlinger erst nach der Geburt heiratete – ein höchst ungewöhnlicher Vorgang im Schwarzwald der 1920er Jahre. Die Langlebigkeit scheint sie an ihre Tochter weitergegeben zu haben: Elisabeth Huber feierte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag – weiterhin von scharfsinnigem Verstand, einem ungebrochenen Wunsch nach Eigenständigkeit und von feinem Humor getragen.

Als älteste von vier Geschwistern war sie früh und intensiv in die Sorgearbeit für ihre Brüder eingebunden. Die Schule, räumt sie rückblickend ein, sei dabei oft zu kurz gekommen – nicht zuletzt, weil einer der jüngsten Brüder schwer erkrankte und bereits im Kindesalter verstarb. Der Vater verdiente den Lebensunterhalt der Familie unter anderem im Steinbruch im Lierbachtal und im Schotterwerk bei Hubacker. Oft wurde Elisabeth losgeschickt, um ihm dort das Mittagessen zu bringen, während die Mutter in einer Zigarrenfabrik zum kargen Einkommen beitrug.

In der von Entbehrungen geprägten Zwischenkriegszeit erlebte die Jubilarin eine besonders glückliche Zeit bei ihren Großeltern mütterlicherseits in Ulm (Renchen). In den Ferien durfte sie mit ihnen Himbeeren pflücken, die anschließend an einem kleinen Stand verkauft wurden. Die Raspa, die sie danach in einer Wirtschaft entlang des Heimwegs erhielt, zählt bis heute zu ihren liebsten Erinnerungen. Zum Großvater, einem Friseurmeister, kamen damals samstags die Bauern der umliegenden Höfe, um sich Bart und Haare schneiden zu lassen. Sie brachten nicht nur eine Vielzahl an Flöhen mit, die von der Mutter später mühsam aus dem Haar gekämmt werden mussten, sondern auch Geschichten, Neuigkeiten und Geselligkeit, berichtet sie.

Das im nationalsozialistischen Regime obligatorische Pflichtjahr führte Elisabeth in eine Uniformschneiderei nach Oppenau. Anschließend arbeitete sie als Haushaltshilfe bei Bekannten – und verliebte sich zum ersten Mal in einen jungen Handwerker, der später als Wehrmachtssoldat in englische Kriegsgefangenschaft geriet. Zunächst wartete man aufeinander, doch das Leben hatte andere Wege vorgesehen. Nach Kriegsende kehrte er in seine schwäbische Heimat zurück, während Elisabeth als „Mädchen für alles“ und als Servicekraft in verschiedenen Gaststätten arbeitete.

Im Gasthaus Engel in Bad Peterstal begegnete sie schließlich dem Fotografenmeister Georg Huber (1922 – 2004), ihrem späteren Ehemann. Am 13. Juni 1950 wurde Hochzeit gefeiert; noch im selben Jahr eröffneten beide gemeinsam ein Geschäft, das fortan den Namen „Foto Huber“ trug. Fünf Kinder zog Elisabeth Huber groß, während sie ihrem Mann bei Aufnahmen assistierte und Kundinnen und Kunden bediente. Über viele Jahre hinweg begrüßte sie mit professionellem Lächeln die zahlreichen Touristinnen und Touristen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Kurort Urlaub machten und bei „Foto Huber“ ihre Filme entwickeln ließen und Souvenirs erwarben. Dass das Geschäft – inzwischen vom ältesten Sohn und seiner Frau weitergeführt – in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiern durfte, ist zu großen Teilen Verdienst der überaus tüchtigen Jubilarin.

An ihrem 100. Geburtstag am 29. Dezember 2025 durfte Elisabeth Huber auf ein bewegtes Jahrhundertleben zurückblicken – getragen von großer Hingabe an ihre Familie und stets begleitet von einer nötigen Portion Beharrlichkeit und einer guten Portion Humor. Ihre fünf Kinder, acht Enkelkinder und fünf Urenkel gratulierten herzlich zu diesem besonderen Ehrentag.
Elisabeth Huber an ihrem 100. Geburtstag im Rollstuhl mit Blumenstrauß, flankiert von zwei Gratulanten in einem festlichen Innenraum.
Elisabeth Huber an ihrem 100. Geburtstag im Rollstuhl mit Blumenstrauß, flankiert von zwei Gratulanten in einem festlichen Innenraum.

29

Dezember

Lebenslauf von Elisabeth Huber zum 100. Geburtstag am 29. Dez. 2025

Aus Sorge um die Mutter, die bei ihrer Geburt am 29. Dezember 1925 beinahe verblutet wäre, erzählt Elisabeth Huber, geborene Sehlinger, bis heute schmunzelnd, sie habe man damals achtlos auf das Nachbarbett gelegt, um sich ganz der Wöchnerin zu widmen. „Es war ein bitterkalter Wintertag. Aber ich habe wohl so laut geschrien, dass ich warm geblieben bin“, lacht sie dann. Vielleicht war es ein frühes Vorzeichen jener außergewöhnlichen Resilienz, die ihr gesamtes Leben prägen sollte.

93 Jahre alt wurde ihre Mutter Paula Herrmann, die den Vater Franz Sehlinger erst nach der Geburt heiratete – ein höchst ungewöhnlicher Vorgang im Schwarzwald der 1920er Jahre. Die Langlebigkeit scheint sie an ihre Tochter weitergegeben zu haben: Elisabeth Huber feierte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag – weiterhin von scharfsinnigem Verstand, einem ungebrochenen Wunsch nach Eigenständigkeit und von feinem Humor getragen.

Als älteste von vier Geschwistern war sie früh und intensiv in die Sorgearbeit für ihre Brüder eingebunden. Die Schule, räumt sie rückblickend ein, sei dabei oft zu kurz gekommen – nicht zuletzt, weil einer der jüngsten Brüder schwer erkrankte und bereits im Kindesalter verstarb. Der Vater verdiente den Lebensunterhalt der Familie unter anderem im Steinbruch im Lierbachtal und im Schotterwerk bei Hubacker. Oft wurde Elisabeth losgeschickt, um ihm dort das Mittagessen zu bringen, während die Mutter in einer Zigarrenfabrik zum kargen Einkommen beitrug.

In der von Entbehrungen geprägten Zwischenkriegszeit erlebte die Jubilarin eine besonders glückliche Zeit bei ihren Großeltern mütterlicherseits in Ulm (Renchen). In den Ferien durfte sie mit ihnen Himbeeren pflücken, die anschließend an einem kleinen Stand verkauft wurden. Die Raspa, die sie danach in einer Wirtschaft entlang des Heimwegs erhielt, zählt bis heute zu ihren liebsten Erinnerungen. Zum Großvater, einem Friseurmeister, kamen damals samstags die Bauern der umliegenden Höfe, um sich Bart und Haare schneiden zu lassen. Sie brachten nicht nur eine Vielzahl an Flöhen mit, die von der Mutter später mühsam aus dem Haar gekämmt werden mussten, sondern auch Geschichten, Neuigkeiten und Geselligkeit, berichtet sie.

Das im nationalsozialistischen Regime obligatorische Pflichtjahr führte Elisabeth in eine Uniformschneiderei nach Oppenau. Anschließend arbeitete sie als Haushaltshilfe bei Bekannten – und verliebte sich zum ersten Mal in einen jungen Handwerker, der später als Wehrmachtssoldat in englische Kriegsgefangenschaft geriet. Zunächst wartete man aufeinander, doch das Leben hatte andere Wege vorgesehen. Nach Kriegsende kehrte er in seine schwäbische Heimat zurück, während Elisabeth als „Mädchen für alles“ und als Servicekraft in verschiedenen Gaststätten arbeitete.

Im Gasthaus Engel in Bad Peterstal begegnete sie schließlich dem Fotografenmeister Georg Huber (1922 – 2004), ihrem späteren Ehemann. Am 13. Juni 1950 wurde Hochzeit gefeiert; noch im selben Jahr eröffneten beide gemeinsam ein Geschäft, das fortan den Namen „Foto Huber“ trug. Fünf Kinder zog Elisabeth Huber groß, während sie ihrem Mann bei Aufnahmen assistierte und Kundinnen und Kunden bediente. Über viele Jahre hinweg begrüßte sie mit professionellem Lächeln die zahlreichen Touristinnen und Touristen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Kurort Urlaub machten und bei „Foto Huber“ ihre Filme entwickeln ließen und Souvenirs erwarben. Dass das Geschäft – inzwischen vom ältesten Sohn und seiner Frau weitergeführt – in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiern durfte, ist zu großen Teilen Verdienst der überaus tüchtigen Jubilarin.

An ihrem 100. Geburtstag am 29. Dezember 2025 durfte Elisabeth Huber auf ein bewegtes Jahrhundertleben zurückblicken – getragen von großer Hingabe an ihre Familie und stets begleitet von einer nötigen Portion Beharrlichkeit und einer guten Portion Humor. Ihre fünf Kinder, acht Enkelkinder und fünf Urenkel gratulierten herzlich zu diesem besonderen Ehrentag.

05

Dezember

Standort: Bad Peterstal-Griesbach
Gemeinsames Frühstück zum Tag des Ehrenamtes

Am 5. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, würdigte das Seniorenzentrum Das Bad Peterstal seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit einem gemeinsamen Frühstück im GesundheitsHotel. Der Gedenktag wurde 1985 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und macht bis heute weltweit auf das unverzichtbare Engagement unzähliger Ehrenamtlicher aufmerksam – sogar das Bundesverdienstkreuz wird traditionell an diesem Datum verliehen.

Heimleiter Steffen Nork und Pflegedienstleiterin Susanne Richter nutzten die Gelegenheit, „ihre“ Ehrenamtlichen in persönlicher Runde zu ehren. Viele von ihnen begleiten das Haus bereits seit über einem Jahrzehnt und wurden von Steffen Nork „mit übernommen“. Zwei der langjährig Engagierten leben inzwischen selbst im Haus. Gleichzeitig stoßen immer wieder neue Ehrenamtliche dazu, die das Team bereichern. Der jüngste Ehrenamtliche konnte heute leider nicht dabei sein. Er hatte einfach Schule. Johann, noch ein Grundschüler spielt regelmäßig Akkordeon im Wohnbereich der Senioren.

Die Aufgabenbereiche sind so vielfältig wie die Menschen selbst: Einige engagieren sich im Heimbeirat, andere besuchen regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner, gestalten Kaffeenachmittage, beten den Rosenkranz, feiern Gottesdienste mit ihnen oder musizieren für und mit den Senioren.

Eine besondere Rolle spielen außerdem jedes Jahr zwei bis drei junge Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Seniorenzentrum absolvieren – nicht selten beginnen sie anschließend eine Ausbildung in der Pflege.

Große Freude herrschte an diesem 5. Dezember darüber, dass gleich zwei neue Interessenten für ein Ehrenamt am Frühstück teilnahmen. Heimleiter Nork hofft, dass weitere Bürgerinnen und Bürger des Renchtals diesem Beispiel folgen „Ein Ehrenamt bei uns bedeutet keine festen Verpflichtungen. Jeder kann das einbringen, was ihm persönlich liegt – sei es Vorlesen, Gespräche führen, Brettspiele spielen oder kleine Aktivitäten begleiten. Jede Hilfe zählt und macht für unsere Bewohner einen spürbaren Unterschied.“
Gruppenfoto der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Seniorenzentrums Das Bad Peterstal beim gemeinsamen Frühstück zum internationalen Tag des Ehrenamtes.
Gruppenfoto der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Seniorenzentrums Das Bad Peterstal beim gemeinsamen Frühstück zum internationalen Tag des Ehrenamtes.

05

Dezember

Ehrung der Ehrenamtlichen

Gemeinsames Frühstück zum Tag des Ehrenamtes

Am 5. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, würdigte das Seniorenzentrum Das Bad Peterstal seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit einem gemeinsamen Frühstück im GesundheitsHotel. Der Gedenktag wurde 1985 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und macht bis heute weltweit auf das unverzichtbare Engagement unzähliger Ehrenamtlicher aufmerksam – sogar das Bundesverdienstkreuz wird traditionell an diesem Datum verliehen.

Heimleiter Steffen Nork und Pflegedienstleiterin Susanne Richter nutzten die Gelegenheit, „ihre“ Ehrenamtlichen in persönlicher Runde zu ehren. Viele von ihnen begleiten das Haus bereits seit über einem Jahrzehnt und wurden von Steffen Nork „mit übernommen“. Zwei der langjährig Engagierten leben inzwischen selbst im Haus. Gleichzeitig stoßen immer wieder neue Ehrenamtliche dazu, die das Team bereichern. Der jüngste Ehrenamtliche konnte heute leider nicht dabei sein. Er hatte einfach Schule. Johann, noch ein Grundschüler spielt regelmäßig Akkordeon im Wohnbereich der Senioren.

Die Aufgabenbereiche sind so vielfältig wie die Menschen selbst: Einige engagieren sich im Heimbeirat, andere besuchen regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner, gestalten Kaffeenachmittage, beten den Rosenkranz, feiern Gottesdienste mit ihnen oder musizieren für und mit den Senioren.

Eine besondere Rolle spielen außerdem jedes Jahr zwei bis drei junge Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Seniorenzentrum absolvieren – nicht selten beginnen sie anschließend eine Ausbildung in der Pflege.

Große Freude herrschte an diesem 5. Dezember darüber, dass gleich zwei neue Interessenten für ein Ehrenamt am Frühstück teilnahmen. Heimleiter Nork hofft, dass weitere Bürgerinnen und Bürger des Renchtals diesem Beispiel folgen „Ein Ehrenamt bei uns bedeutet keine festen Verpflichtungen. Jeder kann das einbringen, was ihm persönlich liegt – sei es Vorlesen, Gespräche führen, Brettspiele spielen oder kleine Aktivitäten begleiten. Jede Hilfe zählt und macht für unsere Bewohner einen spürbaren Unterschied.“

Zukünftige

Veranstaltungen

15

Juni

Zell am Harmersbach

Zukunftswerkstatt

08

Juli

Ortenberg

Tag der offenen Tür

07

Oktober

Zell am Harmersbach

Tag der Ausbildung